Der verlorene Krebskampf 2 - Gedichte die das Leben schrieb

Gedichte die das Leben schrieb

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Der verlorene Krebskampf 2

Krebstagebuch

Der verlorene Krebskampf 2
Maria in der Kirche Pino
Hier wolltest Du sooo gerne noch einmal hin...


09.05.2004

Heute war für mich auch wieder ein sehr anstrngender Tag. Habe den ganzen Tag bei Männe wie jeden Tag von 1/210 Uhr-20.00 Uhr in der Klinik verbracht. Männe freud sich schon wieder nach Hause zu können. Abends zu Hause angekommen habe ich schnell gegessen und wollte mit meiner Schwiegertochter kniffeln als das Telefon ging. Dran war meine Schwägerin Heidi die mir nun mitteilte das meine Schwiegermutter in die Klinik müsse. Meine Güte dachte ich nimmt das Alles denn gar kein Ende mehr....
Frank der auch bei meinem Sohn Marcus zu Besuch war lieh dann meiner Schwiegertochter das Auto und ab mit mir in die Klinik nach Neumünster. Schwiegermutter war gerade eingeliefert worden. Es sah gar nicht gut aus,denn sie hatte Blut gespuckt und pechschwarzen Stuhl. Nachdem der Arzt dann eine Magenspiegelung gemacht hatte stellte sich heraus das bei meiner Schwiegermutter Krampfadern im Magen geplatzt waren.
Am frühen Morgen wurden dann die Krampfadern per Magenspiegelung geklebt..
Endlich um 3 Uhr Morgens konnte ich mich dann hinlegen,obwohl an schlafen gar nicht zu denken war...

10.05.2004

Mein erster Weg führte mich erst einmal auf die Intensivstation wo meine Schwiegermutter lag. Wollte mich überzeugen wie es ihr geht. Nach 2 Bluttransfusionen ging es ihr schon wieder einiger massen gut.

...nach einer sehr schweren Woche habe ich Männe erst einmal wieder hier zu Hause.
Männe hat nun sehr starke Morphiumplaster und Schmerzmedikamente ,die je nach Schmerzen erhöht werden,sowie Schlaftabletten damit er Nachts schlafen kann. Leider gibt es keine Hoffnung mehr,denn der grosse Tumor hat schon zu doll gestreut und hat auch schon die Leber angegriffen ausserdem bedrängt er auch schon die anderen Organe.. Wieviel Zeit noch bleibt konnte man mir auch nicht sagen.Ausserdem hatte der Arzt von einer erneuten Chemo abgeraten da die in Männes momentaren Zustand das Leben nur verkürzen würde. Doch wer Männe kennt der kennt auch seine Hoffnung das die Chemo doch noch etwas bringt. Leider muss Männe hierfür aber etwas mehr zu Kräften kommen,was nicht so leicht ist.

11.05.2004

..leider nehmen die Schmerzen bei Männe weiterhin zu,doch so weit die Medies noch helfen ist es gut.. Männe wird allerdings immer schwächer,wiegt gerade 44 kg,doch seine Sorge um mich ist ungebrochen. Männe möchte noch sooo viel erledigen damit ich abgesichert bin wenn es soweit ist.
Heute ist Männe,alleine!!!, mit meinen Rollstuhl zur Krankenkasse gefahren um für uns eine Medikamentenbefreiung zu holen.
Ich sagte zu Männe er müsse das nicht,doch er sagte zu mir,Du hast es mir ja immer vorgelebt das man stark bleiben muss....
Mir standen echt die Tränen in den Augen und ich musste ihn erst einmal wieder knuddeln.....
...ich werde diese Momente des besonderen nah seins nie vergessen können......
..ich weiss auch das Männe sehr grosse Schmerzen hat trotzt der Medis doch er zeigt es mir nicht..
und er jammert auch nicht,doch ich sehe es und es dreht sich mir immer wieder das Herz um...... bin aber für jeden Tag und ist er noch so schwer dankbar das Männe noch da ist.......

12.05.2004

Männe geht es Heute gar nicht gut... hat fürchterliche Schmerzen und muss auch wieder spucken,aber nicht so krass wie sonst. Habe Männe Heute in meinen Rollstuhl gesetzt und bin mit ihm, mit Umwegen ,etwas einkaufen gegangen.. so kommt Männe auch etwas an die frische Luft und kann auch am Aussenleben etwas teilhaben....

13.05.2004

..nach einer sehr schlimmen schmerzvollen Nacht die Männe verbracht hat,habe ich Heute Morgen erst einmal in der Klinik angerufen und um Rat gefragt was ich denn machen kann.
Männe krümmt sich wieder vor Schmerzen und kann wieder nicht trinken und essen.
Habe dann den Rat bekommen noch eine zusätzliche Tablette bei Bedarf zu geben.
Männe bekommt jetzt folgende Medikation:

Durogesic 50 mg/h transdermale Pflaster
Servredol 20 mg bei Bedarf
Novamin Sulfon
Movicol zum Abführen ist sehr wichtig
imeson zum Einschlafen

Sollten die Schmerzen trotzt dieser Medikamente, Durogesic 50 mg/h
Servredol 20 mg,
zunehmen so wird erst einmal wieder das Pflaster erhöht.
Wenn Männe dann immer noch nicht essen und trinken kann,wird entweder ein Port gesetzt und der Darm still gelegt oder ein Katheder eingepflanzt. Eine Sonde können die Ärzte leider nicht legen da die Schmerzen Männe noch zusätzlich belasten würden.
Heute Abend hat Männe nach einer susätzlichen Tablette endlich einmal wieder etwas essen können,auch wenn es nur eine Kleinigkeit war,freu.
Ich hoffe sehr das Männe Heute eine schmerzfreie Nacht haben wird.......

27.05.2004

Leider war ich die letzte Zeit nicht in der Lage hier weiter zu schreiben...
In der Zwischenzeit hat sich eine ganze Menge getan.
Zunächst einmal hatte Männe einen riesigen Blumenstrauss bekommen,von seinen ehemaligen Kollegen und Chef. Man hat Männe sich gefreud das er in seiner Firma nicht vergessen ist.

Männes Schmerzen nahmen gewaltig zu so das wir das Durogesic 50 mg/h auf Durogesic 100 mg/h erhöhen mussten. Ausserdem nimmt Männe noch 4 mal am Tag 30 Tropfen Novamin.
MCP-beta-Tropfen und imeson zum Einschlafen was aber immer weniger hilft. Leider konnte Männe 12 Tage keinen Stuhl machen trotzt Microklist und Liquidepur Tropfen. War in sehr grosser Sorge und hatte Angst das Männe wieder einen Darmverschluss hätte. Habe mich dann wieder im Internet schlau gemacht und bin auf ein neues Forum gestossen wo ich dann auch Hilfe bekam.
medicine-worldwide
...hier bekommt man Antwort von Professoren,Ärzten und Betroffenen.Es ist ein super Forum.
Man riet mir,wenn die anderen Mittel alle nicht helfen es doch einmal mit Dulcolax-Zäpfchen oder Agarol zu versuchen. Ich nächsten Tag gleich zu unserem Arzt und gefragt was man dann am Besten nimmt Dulcolax oder Agarol. Der Arzt verschrieb mir dann Dulcolax. Zu Hause angekommen hatte Männe dann auch Dank des Zäpfchens Erfolg,freu.
Da Männe aber immer schwächer wird habe ich ihm dann einen Rollstuhl besorgt,denn meiner ist zu schwer zu schieben.
So konnten wir wenigstens einmal ein bischen an die frische Luft gehen.
Vom 20.-23.05.waren hier bei uns die Heringstage... .. die auch genau vor unserem Fenster stattfanden.... ...ist zwar mal ganz schön doch die Nächte sind dann grauenvoll für Männe so dass ich ihn dann sammt Rollstuhl eingepackt habe und bin dann mit Männe zum Campingplatz gefahren. Es tat Männe sehr gut und er hat auch wieder etwas essen können,eine Kleinigkeit zwar nur aber immerhin. Trinken tut Männe ganz gut,aber leider geht er zu wenig Wasser lassen und der Urin,ich passe immer auf wie ein Schiesshund,ist mir zu dunkel. Habe solche Angst das bei Männe die Nieren versagen...... Ansonsten ist Männe sehr zuversichtlich und voller Pläne...... Was er nicht noch alles machen will auf dem Campingplatz,man oh man.

28.05.2004

Schreck in der Morgenstunde....
..bin Heute Morgen durch einen dumpfen Fall von Männe in Panik aufgewacht .... raus aus dem Bett und da lag Männe mitten im Schlafzimmer...,war wohl in seinem geschwächten Zustand zu schnell aus dem Bett gekommen... und hingefallen. Gott sei gedankt hat er sich nichts weiter getan....
Bin natürlich sehr erschrocken,manoman.....
Leider war Männe nun fast den ganzen Morgen sehr aggressiv ind ich konnte machen was ich wollte,nichts war richtig. War dann noch beim Arzt um für Männe ausreichend Medis zu besorgen damit wir über Pfingsten Alles da haben. In der Praxis sah man dann meine verweinten Augen und ich erzählte von Männes Aggressivität. Man meinte zu mir das fast alle Krebspatienten so sind. Na,ja dachte ich dann musst Du noch etwas ruhiger werden und nicht so genau hin hören,was natürlich leichter gesagt als getan ist.
Als ich dann wieder zu Hause war,war Männe wieder wie ausgewechselt.Gaaaaanz lieb....
Leider isst Männe wieder zu wenig so das er ja auch keine Kraft mehr haben kann...
Es ist immer ein Auf und ein Ab,mal geht es ihm ganz gut und dann sterbe ich hier wieder fast vor Sorge. Wenn man bedenkt das die Ärzte Männe maximal noch 4 Wochen gegeben haben......
dann haben wir ja schon wieder ein ganzes Stück Weg geschafft und ich hoffe von ganzem Herzen das auch noch einige Wegstrecken dazu kommen...

29.05.2004

..eigentlich wollten wir über Pfingsten zum Campingplatz,doch leider wurde daraus nichts,denn Männe war einfach zu schwach so das ich ihn nicht in den Rollstuhl bekommen hätte.
Es hätte ihm so gut getan denn im Campingwagen kann Männe so gut schlafen wie er immer sagt. Ausserdem hätte Männe die frische Luft auch sehr gut getan.
So hatte Männe auf der Couch gelegen und sich Formel1 angesehen.

30.05.2004

Heute war wieder so ein ganz schlimmer Tag. Tagsüber ging es Männe schon nicht so gut. Die Nacht aber war grauenvoll,ich dachte nun ist es mit Männe zu Ende,solche schreckliche Nacht hatte er.Trotzt Einschlaftablette konnte Männe nicht schlafen.... Nur gespuckt und dann wieder solch einen festen Schleim das er immer dachte er erstickt. Habe ihm dann erst einmal Tropfen,MCP-Beta,gegeben damit sich alles ein wenig beruhigt. Habe dann Pfefferminztee gemacht und dann fast die ganze Nacht seine Hand gehalten.
Es ist eine Qual ihn so leiden zu sehen,wein und wenn ich Männe dann anschaue wie er zunehmend dünner wird dann könnte ich immer nur heulen. Er ist ja nur noch ein Skelett mit ein bischen Haut,wenn es hoch kommt wiegt Männe nur noch 40 Kg,ich mag ihn schon gar nicht mehr wiegen,wein.
Ich creme seinen Körper immer mit ALOE VERA Körper-Creme ein damit Männe bloss nicht noch offene Stellen bekommt.
Doch ich muss stark bleiben um seinet Willen.
Manches Mal wenn Männe denkt ich bin beschäftigt und er denkt ich sehe es nicht schaut er mich immer so merkwürdig mit wehen Augen an. Dann muss ich mich auch immer zusammen reissen um nicht los zu heulen.
Ich mag schon gar nicht mehr ins Bett gehen weil ich immer denke Männe braucht mich und wenn ich schlafe kann ich ihm dann nicht helfen...
Manchmal bin auch ich am Ende meiner Kräfte und stecke voller Schmerzen,doch ich verzichte weitgehends auf Medis und lenke mich wenn Männe Fernsehen schaut,er darf immer sehen was er gerne möchte, mit meinem Pc,der auch im Wohnzimmer steht, ab,dann sind die Schmerzen nicht ganz so doll.

31.05.2004

Obwohl es Männe Heute nicht so gut ging war es doch ein schöner Tag
Meine Schwester Karin kam zu Besuch und wir haben bis Abends hin geklönt und auch viel gelacht. Es war einmal eine tolle Abwechslung für mich und auch für Männe.
Meine Schwester,die von Beruf Altenpflegerin ist, zeigte mir dann noch eine Lagerung die Männe sehr gut tut,freu.

01.06.2004

Nachdem Männe es Heute den ganzen Tag nicht sehr gut ging haben wir nun wieder eine schreckliche Nacht hinter uns. Männe ist wieder nur am Spucken gewesen,wein und kann nicht auf den Beinen stehen. Nach seiner Schlafpille fing es nach einiger Zeit an. Erst hatte Männe Alpträume und dann fing er wieder an zu spucken und zu zittern. Nun sitze ich hier und schaue alle 5 Minuten nach ihm denn er möchte versuchen zu schlafen.
Werde nachher erst einmal wieder zum Arzt gehen, denn ich glaube Männe kann keine Tabletten mehr ab,umTropfen zum Schlafen zu besorgen. Ausserdem werde ich im Krankenhaus anrufen und nachfragen was ich noch machen kann.

Sie können sich gar nicht vorstellen was ich für eine Angst habe,wein.

02.06.2004

Leider ging es Männe immer noch nicht besser.Hatte meine Schwägerin angerufen und sie hörte auch an Männes Stimme das etwas mit ihm nicht stimmte. Inzwischen hatte ich vom Arzt Diazepam für Männe zum einschlafen bekommen. Meine Schwägerin Heidi die nicht weit weg von uns wohnt kam dann auch bald und meinte zu mir ob ich etwas dagegen hätte wenn sie über Nacht bleibe. Nee sagte ich ,ich freue mich sogar. Auch Heidi merkte das es Männe sehr schlecht ging. Er freute sich zwar das Heidi da war aber Männe war ganz teilnahmslos. Gab Männe dann ein paar Diazepam-Tropfen und brachte ihn mit Heidis Hilfe zu Bett. Männe schlief auch bald ein. Wir hatten wirklcih Angst das Männe es nun nicht mehr schaffen würde und von uns geht,wein... Heidi und ich unterhielten uns dann noch eine Weile über dies und das und dann wollte Heidi auch schlafen gehen. Ich gab ihr mein Bett und sagte das ich aber ab und an nach Männe schaue. Nee brauchst Du nicht Claudia ich bin ja da.....,na,ja dachte ich wir werden sehen,grins. Ich hatte aber schon so ein unruhiges Gefühl und setzte mich an den PC... Es dauerte auch nicht lange und Männe stand vor mir,so leise kam er angeschlichen das ich mich bannig erschrocken habe.. Nach einer langen Spuckattacke die immer sehr schlimm ist,weil Männe dann meint er müsse ersticken weil der Schleim furchtbar zäh ist,beruhigte ich Männe und brachte ihn wieder zu Bett. Heidi blinzelte nur schlaftrunken und ich sagte mit grisendem Gesicht,schlafe weiter es ist Alles in Ordnung.
Nachdem ich Männe dann zu Bett gebracht hatte legte ich mich dann auf's Sofa im Wohnzimmer immer mit einem Ohr richtung Schlafzimmer.

03.06.2004

Heute Morgen war strahlender Sonnenschein und meine Schlafmützen waren auch schon erwacht. Unsere Heidi hatte geschlafen wie ein Murmeltier und auch Männe... Wir lachten noch darüber weil sie ja zu mir sagte das ich nicht nach Männe schauen müsse,Heidi meinte sie hätte selten so gut geschlafen. Na das freute mich ja nun auch wieder,freu... Nach einem gemeinsamen Frühstück was sich natürlich in die Länge zog,schnitt Heidi Männe den Bart. Ich hatte einen Tag vorher schon eine Gemüsesuppe gekocht so das wir Mittags hier schön gemeinsam speisten. Sogar Männe hatte eine Kleinigkeit gegessen,danach bekam er aber wieder seine Spuckattacke und die war wieder furchtbar. Gott sei gedankt dauerte sie diesmal nicht so lange.
Nachmittags setzten wir Männe in den Rollstuhl und fuhren mit ihm ein bischen spazieren,was Männe unheimlich gut tat. Es wurde so noch ein sehr schöner Tag.

09.06.2004

Männe geht es im Moment wieder besser,freuuuuuuuuuuuuuu er isst und trinkt und ist soweit ganz gut drauf............ Heute waren Mein Sohn und Schwiegertochter aus Hamburg hier und haben uns mitgenommen nach Neumünster... Ich musste auch einmal zur Bank.....,grins.... Männe hat gut durchgehalten und nun schläft er wie ein Baby...

10.06.2004

.. ich hatte mich soooo gefreud,doch Heute sieht es schon wieder ganz anders aus... Männe ist sooo aphatisch.... Meine Schwester und mein Bruder waren auch schon hier... ich weiss nicht so Recht was ich noch denken soll.... Meine Schwester, ist examinierte Altenpflegerin und sie kommt auch die letzte Zeit sehr oft um mir zur Seite zu stehen,meinte das es mit Männe zu Ende geht..... und das das Gestern nur noch einmal ein Aufbäumen war...... Ich bin wirklich sehr in Sorge denn Männe liegt hier ganz aphatisch,raucht auch nicht einmal mehr......

13.06.2004

Heute war ein sch....Tag
..erst einmal wollte Männe die letzte Nacht auf der Couch schlafen weil es ihm so dreckig ging.. habe bis Morgens um 5 Uhr an seiner Seite gesessen...... Dann war Männe Dank Tropfen endlich zur Ruhe gekommen so das ich mich auch ein wenig hinlegen konnte. Morgens dann ging es Männe noch schlechter und ich wieder in Angst und furchtbarer Sorge..... Habe dann meinen Sohn in Hamburg angerufen der dann sagte Mama mache Dir keine Sorgen ich komme. Mein Sohnemann brachte dann auch meine anderen Söhne mit... So haben wir dann mein elektrisches Bett gemeinsam hier ins Wohnzimmer gestellt.... Ein Ackerkram sage ich Ihnen....,denn mein Bett wiegt ein paar Kilos.... So haben wir dann Männe in Richtung Fernseher ins Bett gelegt... ist für mich auch eine Erleichterung da ich es elektrisch hoch und runter stellen kann....,ist beim Waschen erleichternd,denn ich spüre meinen Rücken schon gar nicht mehr.... Nach einer Zeit und nach Kaffee fuhr dann meine Mannschaft wieder los und ich sass dann da und musste erst einmal das Schlafzimmer wohnlich herrichten..... Zwischendurch rief Männe dann er möchte dies und er möchte das,was ich natürlich mit einem Lächeln machte.(Rücken einreiben,zur Toilette bringen,usw.) Um 21Uhr30 hatte ich dann erst einmal Feierabend... Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen wie ab ich bin,ich heule innerlich nur noch.... Bin fast am Ende.......
...und Männe geht es immer schlechter...wein.

15.06.2004

..wir hatten die Hoffnung auf einen Strohhalm...
Letztes Wochenende stand in der Zeitung ein Bericht das ein Mann aus Neumünster als Testperson für eine Krebspille fungiert,in der Klinik in Grosshansdorf. Dieser Mann hatte einen Lungentumor und auch schon zwei Chemos hinter sich gebracht,doch der Tumor wuchs weiter. Seid dem er die Testpille nimmt ist der Tumor gestoppt und auch seine Schmerzen sind weniger geworden. Das erst einmal vorweg. Ich zeigte meinem Sohn und Schwiegertochter aus Hamburg diesen Artikel... Sie nahmen den Artikel auch mit... Heute nun rief mich mein Sohn an und erzählte mir das er in Grosshansdorf war und männes Fall offengelegt hat. Dort bedauerten sie das die Pille leider nur für Lungenkrebs eingestz wird. Die Ärzte schickten dann meinen Sohn zur Uni-Klinik nach Hamburg Eppendorf. Dort sprach er dann auch wieder mit einem Arzt und rief mich dann ganz Happy an... Mama ist Bubi transportfähig?????? Es kommt drauf an sagte ich..... Der Arzt wolle mich anrufen um zu erfahren was bisher bei Männe gelaufen ist. Dies tat der Arzt dann auch.... Nun soll ich die ganze Krankengeschichte von Männe dort hinschicken. Habe natürlich alles was ich so an Unterlagen hatte kopiert und werde es auch noch dort hin schicken. Da Männe seid dem Wochenende aber wieder solche Schmerzen trotzt der Durogesic-Pflaster 100 und 50 hatte rief ich dann bei unserem Arzt an und fragte was ich denn nun noch machen solle. Als Antwort bekam ich dann,ich solle 2 100.er Pflaster nehmen. Ich meinte dann es müsse doch auch einmal eine erneute Blutuntersuchung gemacht werden. "Ach,liebe Frau Dreesmann sie wissen doch das Ihr Mann nicht mehr therapierbar ist.da wollen wir ihn doch nicht mehr mit unnützen pieken quälen." Ich meinte dann was mache ich dann wenn Männe wieder so starke Schmerzen bekommt und die Pflaster überhaupt nicht mehr helfen????? Ja dann müssen wir entweder spritzen oder eine Morphium-Infusion legen. Männe hörte ja mit,das möchte er immer,und meinte noch trocken,nee als nächstes kommt er wenn der Arzt den Totenschein ausfüllen muss..... Ich wurde nun doch ein bischen böse.....,weil ich auch von den Ärzten so alleine gelassen werde. Man hat es nicht einmal nötig sich Männe einmal anzusehen..... Ich weiss ja das Männe sterben wird doch ein bischen ärztliche Unterstützung würde mir auch ganz gut tun....,denn ich bin so schon ganz fertig weil man die ganze Behandlung mir überlässt,so nach dem Sinne die macht das schon...... Kann Männe nicht essen oder trinken,renne ich zum Arzt,kann er nicht abführen muss ich mir Informationen über's Internet holen,usw. Nun habe ich selbst ein elektrisches Bett und das haben wir nun ins Wohnzimmer gestellt denn es ist für Männe und auch für mich eine Erleichterung. Wenn ich das nicht hätte würde ich wieder von Pontius zu Pilatus rennen müssen.... Männe wird auch immer depressiver weil ich Alles machen muss und er kann nichts... doch ich beruhige ihn immer das ich es doch gerne mache..... Manches Mal sagt er dann ich hab Dich lieb und dann muss ich wieder weinen,weil ich nicht weiss was ich machen soll ohne ihn.....
leider nimmt das Unglück in unserer Familie kein Ende..... Heute am Spätnachmittag wurde mein Schwager mit einem Herzinfarkt ins Krankenhaus gebracht. Er liegt auf Intensiv.... Seine Frau Heidi,meine Schwägerin hat auch schwer Krebs und nun auch das noch..... Nun kann es doch langsam genug sein....
es ist schon ein wenig heftig,Männe kämpft ums Überleben,meine Schwägerin Heidi hatte auch erst eine Krebs-OP,dann meine Schwiegermutter der Krampfadern im Magen geplatzt waren und nun auch noch mein Schwager,Heidis Mann.... Alles in diesem ersten halben Jahr,das kann doch bald kein Mensch mehr verarbeiten....

16.06.2004

Die Nachricht vom Herzinfarkt unseres Schwagers hatte Männe und mich sehr mitgenommen,es war als wenn uns einer den Boden unter den Füssen zog. Natürlich bangten wir mit Heidi und drückten ihr und Wolfgang dolle die Daumen . Wir beteten das es nicht ganz so schlimm sein wird.
Abends kam dann der erlösende Anruf von Heidi das Wolfgang ausser Lebensgefahr ist. Gott sei gedankt sagten Männe und ich wie aus einem Mund. Wolfgang musste aber noch auf Intensiv bleiben. Wir trösteten Heidi und gaben ihr ein bischen Mut,obwohl es uns Beiden genau so bescheiden ging.

19.06.2004

Männe geht es furchtbar schlecht,er hat fürchterliche Schmerzen so das ich die Durogesic-Pflaster auf 250 erhöht habe (habe die Erlaubnis von den Ärtzten)
Er spuckt wieder so schlimm und bekommt keine Luft.Ich habe ihn mit Franzbrantwein den Rücken abgerieben was ihm auch etwas Linderung verschaffte.

20.06.2004

..es war eine grauenvolle Nacht,wein... Männe hatte sich die ganze Nacht nur gequält.. ich wollte den Notarzt rufen was er mir aber strickt verbot,leider... erisst und trinkt schon seid ein paar tagen nichts mehr und kann auch nicht abführen,trotzt Dulcolax-Zäpfchen und Clistier. Mache mir sehr grosse Sorgen um Männe und wenn es Morgen nicht besser ist dann rufe ich einen Arzt ob er will oder nicht.

21.06.2004

..auch diese Nacht war der reinste Alptraum,habe wieder nicht geschlafen weil Männe sich immer noch so quält. Jetzt reichte es mir aber und ich rief bei unserem Hausarzt an,der leider nicht da war,aber die Kollegin. Ich schilderte ihr den Fall und meinte sie müsse sich Männe einmal ansehen kommen. Leider könne sie aber erst Mittags kommen da sie alleine in der Praxis wäre. Mittags kam sie dann auch und brachte für männe auch gleich eine Morphiumspritze mit. Ich bat dann ob man Männe nicht eine Infusion legen könne damit er wenigstens ein bischen Flüssigkeit zugeführt bekommt. Ja meinte sie das müsste aber stationär gemacht werden. Ich meinte dann das ich das auch machen könne,denn Männe wolle doch nicht nach Schleswig ins Krankenhaus,sondern wenn denn schon nach Neumünster. Sie wollte dann Männe die Morphium -Spritze geben und wusste nicht wo sie einstechen sollte,denn an Männe ist kein bischen Fleisch,nur noch Haut über den Knochen. Sie verabschiedete sich dann und meinte sie werde einmal in Neumünster anrufen was man noch machen kann. Es waren noch keine 2 Stunden vergangen und die Ärztin stand wieder vor der Tür mit eine Infusion,freu. Ich sagte noch sie brauche sich keine Sorgen machen,denn ich habe einmal auf Station als Schwesternhelferin gearbeitet. Sie hatte dann auch grosses Vertrauen zu mir,so das ich wenn die Infusion durch war auch die Nadel ziehen konnte. Sie meinte dann noch das sie sich mit Neumünster in Verbindung gesetzt hat und das Männe nächsten Tag einen Aufnahmetermin hätte. Genaueres wollte man ihr und mir noch mitteilen. Also wieder Koffer packen und bei den Kindern anrufen,denn ich wollte ja in Männes Nähe bleiben,wo ich nun bleiben könne. Es war auch kein Problem,mache Dir keine Sorgen das packen wir schon sagte einer meiner Söhne. Ich war so in packen vertieft als das Telefon erneut klingelte und die Ärztin dran war. Sie meinte Männe komme auf die Palliativ-Station und ich könne Männe begleiten,man viel mir ein Stein vom Herzen. Ich solle die Papiere aus der Praxis holen und auch den Transportschein. Glaubt mir ich hätte die Ärztin umarmen können.. Da Männes Schmerzen trotzt der Pflaster,Novamintropfen und der Morphiumspritze nicht besser wurden gab sie mir dann noch ein Rezept für Temgesingtabletten, die Männe bei Bedarf unter die Zunge legen solle,mit. Ich bedankte mich ganz lieb bei der Ärztin für ihre Hilfe und war nun froh das Männe in klinischer Obhut kommt und ihm geholfen wird.

22.06.2004

Bin heute schon sehr zeitig aufgestanden und habe Männe fertig gemacht,die Wohnung ein bischen aufgeräumt usw. Um 7 Uhr sollte der Krankenwagen schon kommen,da wir schon um 9 Uhr 30 in der Klinik sein sollten. Wir sollen aber gleich auf die Station und die Anmeldung könne ich dann später machen. Natürlich verspätete sich der Krankenwagen,das ist meist so wenn man auf etwas wartet. Ich hasse die Warterei.Der Krankenwagen kam dann auch mit einiger Verspätung und sie betteten Männe auf der Trage. Im Krankenhaus angekommen gingen wir schnurstracks, nach einiger Fragerei, auf die Palliativ-Station. Ich wunderte mich ein bischen,denn es brannte in einer Niesche eine Kerze und die Station sah gar nicht wie eine normale Station aus. Wir wurden dann von 2 Schwestern liebevoll begrüsst und in unser Zimmer geführt und Männe erst einmal ins Bett. Männe wurde erst einmal versorgt und ich ging zur Anmeldung. Als ich zurück kam setzte ich mich erst einmal auf einen Sessel im Flur. Es kam eine Schwester und fragte mich ob ich wüsste was dies für eine Station sei,was ich natürlich verneinte. Sie meinte früher hiess es Sterbestation und fragte mich wie es denn weiter gehen solle. Ich meinte das man Männe so weit schmerzfrei machen solle und das ich ihn dann wieder mit nach Hause nehme,denn ich weiss Bescheid über seinen Zustand und ausserdem möchte Männe auch zu Hause sterben in seiner gewohnten Umgebung. Sagte ihr auch das ich Männe hier auch weiterhin versorgen werde,worüber sie sich sehr gefreud hat. Geglaubt hat die Schwester mir das bestimmt nicht,grins,denn sie wissen das ich auch so krank bin. Langsam wachsen mir aber Flügel....und ich über mich hinaus...
Mittags kam dann der Arzt und erklärte uns das er bei Männe einen Port(Katheder in der Schulter) legen würde damit er infusionsmässig ernährt werden kann. Zunächst aber wolle man das Männe vernünftig abführt,was gar nicht so einfach war,ausserdem bekam Männe auch erst einmal einige Infusionen. Ich half den Schwestern mit Männe so gut ich konnte so das sie wenig Arbeit mit Männe hatten.Telefon hatten wir gar nicht angemeldet,denn sonst hätten wir gar keine Ruhe gehabt.

23.06.2004

Die erste nacht verlief sehr gut und ich konnte das erste Mal mal wieder ein wenig schlafen,hach tat das gut. Um 6 Uhr stand ich dann auf und holte mir erst einmal einen Kaffee,die Schwestern hatten mir am Vortag alles noch gezeigt und das ich mich gerne bedienen dürfte, und ging dann eine schmöken. Dort traf ich dann auf unsere Thekla,eine ganz Liebe,die unser Zimmer sauber macht. Ich meinte sie solle mir ein bischen Putzzeug geben damit ich das Bad machen könne,so das sie sich nur um den Fussboden kümmern müsse. Sie schaute mich wie erwartet ungläubig an,aber ich meinte es wirklich ernst. Da Männe und ich immer alles in Ruhe machen,waschen usw.,wäre es für sie ja auch eine Erleichterung und für uns auch. Ich bekam mein Putzzeug,grins.... Wir schmökten dann noch zusammen eine,das wurde dann für uns zu einer lieben Gewohnheit, und dann musste ich mich wieder um Männe kümmern.

24.06.2004

Die Schwestern hier auf der Palliativ-Station sind sooo lieb,das ich auch hier von deren Pc einmal in meinen KK schauen darf. Wir sind hier auf der Pallativ-Station soooo liebevoll aufgenommen worden. Es war für mich allerdings ein grosser Schock als mir erklärt wurde das dies eine Sterbebegleitstation ist. Aber diese Schwestern und Ärzte versuchen alles mit viel Liebe das wir es noch schaffen Männes grössten Wunsch zu Hause zu sterben zu erfüllen. Morgen kommt zu uns ein Seelsorger..... als ich Männe das sagte konnte er gar nicht schlafen so das ich mit den Schwestern einen Trick anwandte und sagten Männe das der Seelsorger nicht kommen könnte. Ihm viel ein Stein vom Herzen. Doch wer mich kennt der weiss auch das dies Gespräch irgendwie stattfinden muss. Da die Pastorin zu einer anderen Patientin die auf dem Flur rauchte,ging,gesellte ich mich einfach einmal dazu,grins. Wir kamen super ins Gespräch und sie ist wirklich eine ganz liebe und herzliche Frau. Da Männe ja auch immer schmöken wollte hatte ich es dann einfach abgepasst das die Frau Pastorin auch da sass,hihi. Nun konnte Männe ja nicht mehr zurück. Sie fing dann auch über Sport anzuschnacken und Männe wurde immer freier so das sie dann auch über Männes Krankheit sprachen. Ich glaube Männe hat das Gespräch doch auch ganz gut getan.

28.06.2004

Männe hat Heute einen Port gesetzt bekommen und ich werde schon fleissig angelernt damit ich es zu Hause auch Alles richtig mache. Wenn Alles gut geht sind wir am Wochenende wieder zu Hause,freuuuuuu. Hier sind sie Alle furchtbar lieb und fürsorglich,ein super Team ,herzlich,menschlich und fürsorglich und ich gehöre schon dazu,grins,denn ich versorge Männe hier ganz alleine,ausser Spritzen geben usw. das machen natürlich die Schwestern, und helfe auch den Schwestern so gut es mir möglich ist. Es macht mir auch furchtbar viel Spass.... Männes Zustand ist aber leider unverändert nur das er sich auf zu Hause freud....

30.06.2004

..sind seid Heute Mittag wieder zu Hause,freuuuuuuuuuuuuuuuu. Gleich ging der Stress los,denn wir waren noch gar nicht ganz hier da kamen die Pakete von der Apotheke mit den Infusionen,Infusionsbesteck usw. Danach kam der Herr vom Pflegedienst um mit mir zu üben und mir noch einmal Alles zu zeigen....,damit ich es ja hier zu Hause machen kann. Habe mir natürlich mit der Nadel auch gleich in den Finger gestochen so aufgeregt war ich Dummerchen,grins. Bekam aber ein ganz grosses Lob von dem Herrn und er meinte noch das ich das packe,und das werde ich auch..... Es wird jetzt für mich eine der schwersten Zeiten denn Männe ist nun zum Sterben nach Hause gekommen. Habe aber die Palliativ-Station im Rücken wenn ich es gar nicht mehr packen sollte so können wir jeder Zeit wieder dort hin kommen. Das ist schon eine Beruhigung für mich. Ausserdem hatte ich mit einer Schwester dort ein ganz tolles Gespräch um zu erfahren was so auf mich zu kommen könnte. Sie war dann so lieb und hat mir ein Buch mitgegeben:

"Die letzten Tage und Wochen"

Eine Hilfe zur Begleitung.....

Werde es mir in Ruhe durchlesen und zwar so das Männe es nicht merkt. Ich hoffe das ich noch eine Zeit mit Männe verbringen darf...


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Aktualisiert am 03.03.2017
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